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Voranzeige!

Die 13. Generalversammlung der Seilbahngenossenschaft Urnerboden-Fisetengrat findet am 9. Juni 2012 statt.

Persönliche Einladungen an die Genossenschafter folgen.

 

 

 

 

 

5 Franken Sportwoche Aktion!
Schlitteln vom Fisetengrat zum Urnerboden

 

Mit der Seilbahn für nur 5 Franken die Bergfahrt vom Urnerboden zum Fisetengrat. Kinder bis 10 Jahre in Begleitung von Erwachsenen gratis. Schon nach kurzem Fussmarsch geniesst man die 8 Kilometer Schlittenabfahrt auf dem gut präparierten Schlittelweg über Orthalden, Wängi zum Urnerboden. Diese Aktion wird von Montag, 30. Januar bis Freitag, 3. Februar von der Seilbahngenossenschaft Urnerboden-Fisetengrat angeboten.

Mietschlitten stehen bei der Talstation zur Verfügung.

 

 

Ein faszinierender Gletschersee und ein raues Stöckli

 

 

 
 
 
 
 

Das Ziel unserer Wanderung ist ein einmaliger See, der mitten in einem völlig von Schutt überdeckten Gletscher liegt. Der Gletschersee am Fusse der Clariden-Nordwand weist heute die Grösse des Golzerensees auf.

Wir starten unsere Wanderung auf dem 1948 Meter hohen Klausenpass beim östlichen der beiden Restaurants. Der Weg führt hinauf zu einem stallähnlichen Gebäude in Richtung Gemsfairenhüttli - Fisetengrat. Durch blumenreiche Alpweiden steigen wir, westlich am Claridenbödemli vorbei, hinüber zum Firnband und stehen nach einer guten halben Stunde vor einem imposanten Schuttwall, der sich in Richtung Osten zieht. Es ist die mächtige Endmoräne aus den Jahren um 1850 des Gletschers ohne Namen, die uns scheinbar den Weg nach Süden versperrt. Der Wanderweg Richtung Oberstafelgebiet der Rinderalp Fiseten-Gemsfairen schlängelt sich zwischen den Felswänden oberhalb der Chlus und der Endmoräne gegen Osten. Auf diesem markierten Wanderweg ist aber vom Gletschersee nichts zu sehen. Der Wanderer, der offen ist für das Ausserordentliche, wagt sich hinauf in die von Steinen übersäte Landschaft. In südöstlicher Richtung geht es vorbei am Punkt 2164 Meter auf den Ausfluss des Sees zu. Im Herbst schwimmen grössere und kleinere Eisberge im See herum. Achtung! Eine Annäherung an den See ist von Westen, wie auch von Süden gefährlich, dort liegt der Gletscher offen und immer wieder stürzen Steine in den See. Von Norden und Osten kann der See ohne Probleme besucht werden. Die hauptsächlich von Lawinen gespeisten Eismassen haben sich in den letzten Jahren stark zurückgebildet. In den 70er Jahren war von einem See noch nichts zu sehen.

Für die weitere Wanderung geht man vom Seeausfluss in nordöstlicher Richtung. Wir überqueren einen Bach, anschliessend den Moränenwall von 1850 und treffen wieder auf den Wanderweg zum Gemsfairenhüttli 1951 Meter. Riesige Gesteinsblöcke von grösseren und kleineren Bergstürzen überdecken das Gelände des Tüfels Fridhof. Vom Alpgebäude der Rinderalp kann man, ohne allzu viel Höhendifferenz zu überwinden, auf einem unteren oder oberen Weg die Bergstation der Seilbahn vom Urnerboden auf den Fisetengrad erreichen und gemütlich zu Tal schweben.

Vom Gemsfairenhüttli kann man auch, in westlicher Richtung absteigend, in einer guten halben Stunde den gewaltigen Felszirkus der Chlus erreichen. Elegant schwingt sich auf der westlichen Seite die Klausenstrasse, die 1899 dem Verkehr übergeben wurde, dem Klausenpass entgegen. Das Postauto bringt uns in kurzer Zeit auf die Passhöhe zurück.

Als dritte Wandervariante bietet sich für Guttrainierte das attraktive 2470 Meter hohe Rau Stöckli an. Vom Seeausfluss kehren wir über Moränenschutt wieder an die Stelle zurück, wo wir den Wanderweg in Richtung Gemsfairen verlassen haben. In westlicher Richtung steigen wir durch Grashalden zum Rau Stöckli an. Mit etwas Glück findet man den kleinen Pfad, der rasch an Höhe gewinnt. Wir streben die höchste Stelle der Felsrippe an, die von Süden her in Richtung Gipfelaufschwung hinaufzieht. Auf der Höhe von 2380 Meter queren wir gegen Westen. Zuerst etwas absteigend gewinnt man den Sattel zwischen Tierälpligrat und Rau Stöckli. Ein herrlicher Rundblick vom Gipfel lohnt den gut einstündigen recht steilen Aufstieg. Unser Auge schweift vom Schächental bis weit ins Glarnerland hinein. Vor uns türmen sich zwischen den Schächentaler Windgällen und dem Ortsstock die mächtigen Felspakete der geologischen Axendecke auf. Vor rund 20 Millionen Jahren sind diese riesigen Gesteinsmassen aus dem Vorderrheintal nach Norden verschoben worden. Das Claridengebiet wurde anschliessen noch massiv angehoben und die darüber liegenden Gesteinsschichten abgetragen. Die ältesten noch erhaltenen Gesteine konnte man beim Start unserer Wanderung betrachten, es sind dies: löchrige Rauwacke, ein Gemisch aus Gips und Dolomit, überdeckt von roten Quartenschiefern aus der Triaszeit, die vor rund 230 Millionen Jahren in einem Meer abgelagert wurden. Die restliche Wanderung ist geprägt durch Kalkgesteine. Vielleicht ist nach dem direkten, abwechslungsreichen Abstieg zum Klausenpass der Durst nach etwas Flüssigem grösser als nach geologischem Wissen.

 

 

 

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